Skihütten-Legende begeistert mit Haarspende auf 2660 M.ü.M!

Mit dieser Aktion hat auf der Jatzhütte in Davos wohl kaum jemand gerechnet: Kudi Bachmann, Davoser Original und Gründer der legendären Jatzhütte, hat sich am Sonntag vor Publikum von seinem langen silbernen Zopf getrennt. Doch hinter dem spektakulären Schnitt steckte weit mehr als nur ein überraschender Lookwechsel. Bachmann wollte ein Zeichen setzen – für Menschen, die ihr Haar krankheitsbedingt verloren haben. Damit bekommt das Thema Haare spenden Schweiz ein Gesicht, das man so schnell nicht vergisst.

Zwei Jahre und zwei Monate hatte er seine Haare wachsen lassen. Dann war Schluss. Bei strahlendem Sonnenschein nahm Bachmann auf der Terrasse der Jatzhütte Platz und liess sich rund 25 Zentimeter Haar abschneiden, damit diese für Echthaarperücken weiterverwendet werden können. Die Szene hatte alles, was eine starke Geschichte braucht: prominente Kulisse, neugierige Gäste, ein mutiger Spender – und eine Ehefrau, die mit der Verwandlung ihres Mannes sichtlich zu kämpfen hatte.

Besonders emotional wurde es in dem Moment, als die ersten Haare fielen. Während Kudi Bachmann die Aktion mit Humor nahm, reagierte seine Frau Barbara spontan und ungeschönt. Auf die Veränderung von Kudi angesprochen entgegnet sie: „Ich will meinen Schatz zurück!“

Kudi selbst blieb gelassen – und konterte mit jener Mischung aus Bündner Charme und trockenem Humor, die wohl bestens zu ihm passt:

„Ich habe ja noch bis 100 Zeit, mir die Haare wieder wachsen zu lassen.“

Für den Schnitt verantwortlich war Coiffeur Andy Steiner aus Zürich. Er arbeitet im Winter auch als Skilehrer in Davos und engagiert sich schon seit längerer Zeit für das Thema Haarspenden. In seinem Salon im Zürcher Niederdorf hat er bereits über 100 solcher Charity Cuts durchgeführt. Trotzdem musste der Star-Coiffeur zugeben:

„So ein Urgestein kommt mir auch nicht alle Tage unter die Schere.“

Die abgeschnittenen Haare sind inzwischen auf dem Weg nach Deutschland. Dort sollen sie von Haarespenden.de zu hochwertigen Echthaarperücken verarbeitet werden. Gedacht sind diese für Menschen, die durch Krankheit ihre eigenen Haare verloren haben. Gerade deshalb ist die Aktion mehr als ein medienwirksamer Auftritt in den Bergen: Sie zeigt, wie konkret und greifbar das Thema Haare spenden Schweiz sein kann.

Auch 20 Minuten hat über die Haarspende von Kudi Bachmann berichtet und veröffentlichte ein Video, das den Moment noch einmal aus nächster Nähe zeigt und spürbar macht, warum die Aktion so viele Menschen berührt hat.

Denn was hier hängen bleibt, ist nicht nur der neue Look von Kudi Bachmann. Es ist vor allem das Bild eines Mannes, der sich öffentlich von einem Stück Identität trennt, um anderen ein Stück Normalität zurückzugeben. Und es ist die ehrliche Reaktion seiner Frau, die den Moment vom schönen Symbol zur echten Geschichte macht. Genau solche Geschichten schaffen Nähe – und vielleicht auch den Impuls für andere, sich selbst mit dem Thema Haare spenden in der Schweiz auseinanderzusetzen.

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