Haare spenden Schweiz: Die spontane Idee von Thomas wird zur grossen Initiative

TeleZüri berichtete im Juli 2024 über Thomas und seine Haarspende bei Andy Steiner im Niederdorf. Thomas liess sich dort bereits zum vierten Mal die langen Haare abschneiden. Die Haare waren für Menschen bestimmt, die ihr eigenes Haar durch Krankheit verloren haben. Anlass des Beitrags war die 100. Haarspende in der Hair Lounge.

Thomas‘ Hinweis steht am Anfang von Haare Spenden Schweiz

Die Geschichte beginnt allerdings früher. Thomas war es, der Andy Steiner überhaupt auf das Projekt haare-spenden.de aufmerksam machte. Dahinter steht die Perückenmanufaktur Rieswick im Münsterland. Das Familienunternehmen verarbeitet seit Generationen Echthaar und stellt daraus Perücken für Menschen her, die ihr eigenes Haar durch Krankheit verloren haben.

Damals war das Angebot nur in Deutschland aktiv. Andy Steiner übernahm daraufhin selbst die Koordination und den Haarschnitt in der Schweiz. Aus einer einmaligen Spendenaktion wurde ein Augenöffner: Für den renommierten Coiffeur aus Zürich, der im Alltag mit knappen Terminen arbeitet, wurde damit sichtbar, dass er mit einer Haarspende aus einem einzelnen Schnitt weit mehr bewirken kann als nur eine neue Frisur.  Andy nahm Haarspenden in der Folge fix in sein Portfolio auf.

100 Haarspenden später

Dass TeleZüri gerade anlässlich der 100. Haarspende in der Hair Lounge berichtete, gibt dieser Geschichte ihren Rahmen. Thomas sitzt noch immer im Stuhl von Andy Steiner. Andy schneidet noch immer. Nur ist aus dem ersten Impuls längst etwas entstanden, das über einen einzelnen Fall hinausgeht.

Die Zahl 100 macht sichtbar, was sich über Jahre aufgebaut hat. Am Anfang stand keine grosse Kampagne, sondern die Entscheidung einer einzelnen Person. 

Genau solche Entwicklungen waren mit ein Grund, weshalb die Plattform Haare spenden Schweiz ins Leben gerufen wurde. Sie will Menschen in ihrer Entscheidung unterstützen, Orientierung geben und sichtbar machen, was aus einer einzelnen Spende entstehen kann. Denn oft beginnt alles mit einem einzigen Schritt — und erst später wird erkennbar, wie weit seine Wirkung reicht und wie sehr er andere inspirieren kann.

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